Corona-Krise in Frankreich: Was sagen die deutschen Medien?

Pressespiegel

Die Heinrich-Böll-Stiftung Paris, Frankreich, hat für Sie eine Auswahl von deutschen Artikeln zusammengestellt, die die aktuelle Lage in Frankreich analysieren.

Les cent kilos - Rues vides de Paris

Der Corona-Lockdown hat den Stromverbrauch in Frankreich stark reduziert - deshalb könnten bald zahlreiche Atomkraftwerke vom Netz gehen.

Frankreichs Finanzminister pocht auf einen Wiederaufbau-Fonds der EU und fordert, besonders von der Coronakrise betroffene Länder zu unterstützen.

In der Corona-Krise will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf längere Sicht einen Schuldenerlass für afrikanische Länder erreichen. Kurzfristig gehe es darum, den Schuldendienst auszusetzen, um diese Länder zu entlasten. Das sagte der Staatschef am Mittwoch dem französischen Auslandssender RFI.

Der führende Online-Händler in Frankreich ist nun weitgehend vom zweitgrößten Markt in der EU abgeschnitten. Grund ist ein Streit um den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer.

In einer mitfühlenden Rede hat Frankreichs Präsident erstmals Fehler eingeräumt. Die Maßnahmen im Land bleiben strikt. Politisch will sich Emmanuel Macron neu erfinden.

In seiner vierten Rede an die Nation seit Beginn der Coronakrise kündigte Präsident Macron weitere vier Wochen der harten Ausgangssperre an – und eine radikale politische Umkehr.

Der französische Präsident schlägt in der Corona-Krise ganz neue Töne an, wirkt bescheiden und räumt sogar Fehler ein. Mit Blick auf die nächsten Wahlen wurde es dafür höchste Zeit.

Kein Ende der Ausgangsbeschränkungen vor Mai. Cafés und Museen bleiben bis Sommer geschlossen. Der Präsident bittet die Franzosen um einen langen Atem.

Frankreichs Staatschef fährt in der Covid-19-Pandemie eine Doppelstrategie. Einerseits Abstimmung mit Berlin, andererseits Werben für gemeinsame Schulden.

Um Europas Wirtschaft wieder anzukurbeln, fordert EU-Komissionsvize Dombrovskis einen Wiederaufbaufonds. Für den 1,5 Billionen schweren Fonds soll es aber "eher nicht" um höhere Beiträge Deutschlands gehen.

Lange versuchte die französische Regierung die mangelhafte Vorbereitung auf die Pandemie zu leugnen. Nun spricht Präsident Macron erstmals von „Versäumnissen“. Seinen Landsleuten teilt er mit: „Die Hoffnung ist da. Aber noch ist nichts errungen.“

Im Département Seine-Saint-Denis im Großraum Paris stieg die Mortalitätsrate in einer Woche um über 50 Prozent. Viele machten umgehend die Anwohner selbst für die vielen Toten verantwortlich - zu Unrecht.

Die EU-Finanzminister haben sich in der Corona-Krise auf ein Rettungspaket in Höhe von 500 Milliarden Euro verständigt. Der deutsche Finanzminister Scholz sprach von einer "guten Botschaft". Das Streitthema Corona-Bonds wurde vertagt.

Die EU streitet über Corona-Bonds. Wie funktioniert das Rettungspaket, was sagen Befürworter und Gegner - und welche Alternativen gibt es? Ein Überblick.

Die französische Regierung behauptete, Schutzmasken könnten sogar schädlich sein. Der Grund dafür waren mangelnde Vorräte. Als erste Großstadt führt Nizza nun eine Mundschutzpflicht ein.

Deutschland und Frankreich arbeiten in der Coronakrise nicht zusammen. Beide Staaten werden ihrem Selbstverständnis und den Erwartungen der Bürger nicht gerecht.

Quarantäne im Château? In Frankreich gibt’s Streit um reiche Schriftsteller

Die Schritte zur Eindämmung des Coronavirus verschärfen in Paris den Gegensatz zwischen Arm und Reich. Viele Reiche sind in ihre komfortablen Zweitwohnsitze gezogen. Die Armen hängen in beengten Verhältnissen in den Banlieues fest.

In der Corona-Pandemie herrscht Solidarität in Frankreich. Die Wut bleibt privat, demonstrieren darf man ja nicht. Was sich aufstaut, wird die Zeit nach der Krise prägen.