Jens Bisky: "Berlin: Biographie einer großen Stadt"

Virtuelles Treffen

Im Rahmen der Vortragsreihe "Das politische Buch" laden Sie das Pariser Büro der Heinrich-Böll-Stiftung zusammen mit dem Goethe-Institut zu einer virtuellen Begegnung mit Jens Bisky ein. Bei dieser Gelegenheit hat der Autor sich selbst gefilmt, wie er über sein Buch spricht: Berlin. Biographie einer großen Stadt (Rowohlt, 2019) und beantwortet die Fragen der Historikerin Sonia Combe (Marc Bloch-Zentrum Berlin).

Jens Bisky


Untertitel sind auf Deutsch und Französisch verfügbar.

Berlin: Biographie einer großen Stadt

Parvenü der Großstädte, Labor der Moderne, Symbol des zerrissenen 20. Jahrhunderts: In Berlin konzentriert sich nicht nur deutsche, sondern auch europäische Geschichte. Die Stadt zeichnet sich wie keine andere durch ihre Verwandlungsfähigkeit und Offenheit aus: für die verfolgten französischen Hugenotten und die Denker der Aufklärung; später als Metropole der Proletarier und Großindustriellen, der Künstler und Journalisten und als „Place to be“ der Goldenen Zwanziger.
Die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und die spannungsgeladene Atmosphäre nach 1945 werden auch beschrieben, als sich in Berlin die großen Machtblöcke gegenüberstehen. Jens Bisky legt eine Gesamtdarstellung der Geschichte Berlins vor, wie es sie seit Jahrzehnten nicht gegeben hat, vom Dreißigjährigen Krieg bis in die Gegenwart. Das Gespräch wird moderiert von Sonia Combe (Centre Marc Bloch). 

Jens Bisky, geboren 1966 in Leipzig, studierte Kulturwissenschaften und Germanistik in Berlin. Er schrieb für die Berliner Zeitung und ist seit 2001 Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung. Zudem ist er Autor mehrerer vielbeachteter Bücher, darunter Geboren am 13. August (Rowohlt, 2004), Kleist. Eine Biographie (Rowohlt, 2007) und zuletzt Unser König. Friedrich der Große und seine Zeit (Rowohlt, 2011). 2017 wurde Bisky von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay ausgezeichnet.

Sonia Combe ist Historikerin am Centre Marc Bloch Berlin. Ihre Forschungsprojekte widmen sich der Zeitgeschichte und dem kollektiven Gedächtnis (post-)kommunistischer Systeme Osteuropas. Sie stützt sich hierfür insbesondere auf mündliche Geschichtsquellen und Zeugenaussagen. Sonia Combe interessiert sich darüber hinaus für gesellschaftliche Phänomene, die die Geschichtsschreibung beeinflussen können.  Sie veröffentlichte kürzlich La loyauté à tout prix. Les Floués du socialisme "réel" (Le bord de l'eau, 2019).